Fakt ist: Suchmaschinenoptimierung (SEO) wird für Bestatter immer wichtiger. Das „Man kennt mich doch sowieso“-Gesetz funktioniert nicht mehr überall und hat damit als Erfolgsgarant ausgespielt. Online gelten andere Regeln. Aber: Man kann es auch übertreiben – letztlich muss der menschliche Leser und nicht der Google-Bot im Mittelpunkt stehen.

Eine gut funktionierende Software zur Auftragsabwicklung ist im Alltag des Bestatters nicht mehr wegzudenken. Dabei steht oder fällt die Zuschreibung „gut funktionierend“ mit den Ansprüchen des Einzelnen. Je nach Betrieb stehen unterschiedliche Aspekte im Vordergrund. Vielfach geht es jedoch erst einmal darum, überhaupt zu wissen, was Bestattersoftware alles leisten kann.

Bestatter sind nicht nur „Allrounder“, sondern auch wahre Zeremonienmeister. Denkt man das weiter, sind Bestatter auch Event-Manager – diejenigen, die den Rahmen für individuelle Feierlichkeiten, festliche Bräuche und persönliche Rituale bieten. Viel mehr noch: Als Gestalter würdevoller Abschiedszeremonien sorgen sie dafür, dass sich die Angehörigen voll und ganz auf ihre Trauerbewältigung konzentrieren können. Doch vermitteln sie das auch überzeugend nach außen?

Hand aufs Herz – Buchhaltung ist doch ein leidiges Thema. Sie kostet Zeit, Geld und hält Unternehmer von ihren wesentlichen Aufgaben ab. Gemacht werden muss sie trotzdem. Dabei geht der Weg in der Regel über einen Steuerberater, dem monatlich Belege und Kontobewegungen übermittelt werden müssen. Allein die Vorbereitung der Unterlagen, das Sortieren und Zusammensuchen kann dabei einige Zeit in Anspruch nehmen.

Meine liebe Freundin Samira ist verstorben. Viel zu früh und nach einem grauenhaften Krebsleiden. Bei der Beisetzung im Wald – sie war immer gern in der Natur – traf ich viele ihrer Freunde, die ich noch nie zuvor gesehen hatte. Sehr sympathische Leute, die Samira aus ganz anderen Lebensabschnitten kannten. Beim Erzählen und gemeinsam Erinnern entstand die Idee, zusammen ein Fotobuch zu erstellen, das die vielen großartigen Facetten unserer wunderbaren Freundin sichtbar macht.

Der Bestatter von morgen steht vor vielen Herausforderungen: Die fortschreitende Digitalisierung, die zunehmende Individualisierung und der Wertewandel sorgen für neue Bedürfnisse sowie Trends innerhalb der Trauerkultur und der gesamten Bestattungsbranche. Der Beruf des Bestatters wird folglich immer mehr zu dem eines umfassenden Dienstleisters, der weit über das eigene Handwerk und die konkrete Bestattung hinaus denken muss.

Gelungener Trauerdruck verleiht dem geschriebenen Wort einen ganz besonderen Wert, der über die eigentliche Mitteilung hinausgeht. Trauerdrucksachen werden oft als persönliche Erinnerungsstücke aufbewahrt. Sei es die Traueranzeige, die Trauerkarten oder auch die Kondolenzliste und die persönlichen Danksagungen: Sie werden in die Trauerarbeit mit einbezogen und dienen der Trauerbewältigung. Nicht selten sind sie ein wichtiger Bestandteil des Gedenkens an einen geliebten Menschen – auf Lebenszeit.

In Zeiten des allgegenwärtigen WWW überrascht es nicht, dass auch in puncto Erinnerungskultur immer mehr Angebote und Aktivitäten im Netz zu finden sind. Trauer um und Gedenken an Verstorbene finden auch und zunehmend im Netz statt. Räume der Trauer im Internet sind jedoch kein neues Phänomen. Bereits seit Mitte der 1990er-Jahre verbreiten sich virtuelle Friedhöfe und Trauerportale kontinuierlich. Dabei scheint die Zahl der Gedenk- und Erinnerungsplattformen die der Online-Friedhöfe mittlerweile deutlich zu übersteigen. Doch welchen Nutzen haben Online-Gedenkportale für Trauernde? Und welchen Beitrag leisten sie zur Trauerbewältigung?