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5 Fragen an Michaela und Michael Harter, Harter Bestattungen

Bei Michaela und Michael Harter von Harter Bestattungen im süddeutschen Schiltach lassen schon die Vornamen darauf schließen, dass die beiden einfach zusammengehören und privat wie beruflich ein super Team sind. Das im Schwarzwald gelegene Einzugsgebiet der Harters ist sehr traditionell – dennoch hat das Bestatterpaar einen extremen Wandel beobachtet und selbst initiiert: Weltliche Trauerfeiern sind bei Harters gefragter denn je und auch der Wunsch nach digitalen Bestatterleistungen ist längst auf dem Land angekommen.

Ob in Sachen Nachhaltigkeit, Service, Qualität oder Marketing – Michael und Michaela Harter sind die Vorreiter in ihrer Region – wie den beiden das gelingt, erfahren Sie in unseren 5 Fragen an …

Was ist für Sie aktuell die größte Herausforderung? Und wie gehen Sie diese an?

Michael Harter: Unsere größte Herausforderung ist es, in einem stetig wachsenden Markt unseren Platz zu behaupten. Der Wechsel zu PowerOrdo samt den dazugehörigen Online-Services war für uns der wichtigste Schritt, um uns wettbewerbsstark aufzustellen. Unser Anspruch ist es, einfach am Puls der Zeit zu bleiben und unser Dienstleistungsangebot zu verbessern, wo es zu verbessern geht. Andere Bestatter rüsten ebenfalls auf, daher ist es entscheidend, uns weiter zu differenzieren, um unseren Platz zu behaupten.

Wir bringen die Endlichkeit des Lebens in die Öffentlichkeit – organisieren regelmäßig Informationsveranstaltungen in unserem „Haltepunkt.Abschied“ zu wichtigen Themen, wie Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung oder Bestattungsvorsorge.

Diese Veranstaltungen sind sehr gut besucht und wir erhalten dafür viel positives Feedback. Sowas spricht sich rum.

Kürzlich haben wir auch eine kostenfreie FriedWald Führung inklusive Bustransfer sowie einem anschließenden gemeinsamen Schwarzwälder Vesper organisiert – das hat nicht nur unsere Partnerschaft mit FriedWald gestärkt, sondern uns auch als der kompetente Ansprechpartner in der Region für FriedWald Bestattungen positioniert.

Mit unserer jährlichen Gedenkfeier im November bieten wir außerdem bereits seit 2015 den Hinterbliebenen einen feierlichen Rahmen zur Erinnerung an die Verstorbenen, den ich als freier Redner gemeinsam mit einer Sängerin gestalte.

Michaela Harter: Ob in Sachen Qualität, Professionalität oder Dienstleistungsangebot – uns war es schon immer wichtig, Vorreiter zu sein und die Benchmark zu setzen.

Unser Leitspruch lautet „Trauer braucht Persönlichkeit“, dafür stehen wir und dafür setzen wir uns in unserer täglichen Arbeit ein. Bestattersoftware und digitale Services wie das Scrivaro Trauerdruck-Programm, die Trauerfeier-Musik, die persönlichen Erinnerungsbücher und das Gedenkportal von Rapid Data helfen uns dabei, den Abschied und die Erinnerung sehr persönlich zu gestalten.

Haben Sie bestimmte Rituale zur Trauerfeier?

Michaela Harter: Für uns ist es sehr wichtig, die Angehörigen zu ermutigen, sich am offenen Sarg von einem lieben Menschen zu verabschieden – so wie es früher gang und gäbe war. Das angenehme Ambiente unserer modernen Räumlichkeiten, bietet dafür die Grundlage. Damit ermöglichen wir Familie und Freunden einen besonderen Abschied mit „Wohlfühl-Atmosphäre“.

Sei es in unserem eigenen Abschiedsraum, im größeren „Haltepunkt.Abschied“ oder auch zu Hause in der gewohnten Umgebung.

Ein sehr bewegendes Erlebnis war der Abschied von einem 22-Jährigen, der auf einer Ausfahrt mit seinen Eltern, die vor ihm fuhren, mit dem Motorrad gestürzt und tödlich verunglückt ist. Wir haben ihn hygienisch versorgt, seine Lieblingskleidung angezogen und anschließend nach Hause überführt. Dort wurde er in seinem Jugendzimmer aufgebahrt – für ein letztes Abschiednehmen mit Familie und Freunden. Es war wirklich herzzerreißend und unheimlich traurig, aber auch sehr schön, dies möglich zu machen. Das bleibt allen unvergessen und hat uns bis heute mit der Familie eng verbunden.

Ist Nachhaltigkeit in Ihrem Betrieb ein Thema?

Michael Harter: Oh ja, ein sehr großes! Seit mehr als zwei Jahren haben wir uns der Nachhaltigkeit verschrieben und sie zu einem wichtigen Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie gemacht.

Wir beziehen Särge von einem Familienbetrieb aus dem Landkreis, was nicht nur durch kurze Transportwege ökologisch sinnvoll ist, sondern auch die lokale Wirtschaft unterstützt. Manche Modelle bestehen aus unbehandeltem Holz und die Innenausstattung aus natürlichen Materialien, z.B. trockenes Laub, was auf unserem Firmengelände im Herbst in Massen anfällt und gesammelt wird.

Michaela Harter: Unsere Drucksachen fertigen wir auf recyceltem Papier und unser Transporter für die Bestattungs-Dekoration fährt vollelektrisch und mit "grünem Strom". Auch die Förderung der Biodiversität liegt uns sehr am Herzen. Wir haben ein großes Insektenhotel auf einer extra dafür angelegten Wildblumenwiese auf unserem Betriebsgelände. Wir sammeln über den Carport das Gießwasser in der Regentonne. Eine extensive Dachbegrünung auf unserem „Haltepunkt.Abschied“ ist ein weiterer Schritt, um die Umweltbelastung zu minimieren.

Michael Harter: Besonders wichtig ist uns auch ein nahezu papierloses Büro. Da kommen uns die Online-Vertrags-Ab- und Ummeldungen über den Rapid Data Abmelde-Assistenten sehr zugute. Außerdem laden wir über das digitale Rapid Kunden-Center Bilder für die Angehörigen hoch, statt sie wie früher einzeln auszudrucken.

Mit all diesen Maßnahmen sind wir als Bestattungsunternehmen Vorreiter in unserer Region – das hat sich schon herumgesprochen.

Digitalisierung im Bestattungswesen – warum ist das Ihrer Meinung nach so wichtig?

Michael Harter: Die Digitalisierung vereinfacht unsere Bestatter-Prozesse und ermöglicht uns eine effizientere Arbeitsweise. Wir arbeiten zu zweit und durch die Nutzung moderner Tools sparen wir nicht nur kostbare Zeit, sondern erhöhen auch unsere Professionalität. Eine Zettelwirtschaft, wo man alles zusammensuchen muss, das wäre für uns einfach unvorstellbar.

Wir sehen uns als modernen Dienstleister, der die Digitalisierung optimal für sich nutzt, um den Angehörigen den bestmöglichen Service zu bieten. Dafür brauchen wir das nötige Handwerkszeug, anders würde es nicht funktionieren.

Ein Beispiel dafür ist das Scrivaro Gestaltungsprogramm, das unsere Arbeit in Sachen Trauerdruck erheblich erleichtert hat. Allein die Tatsache, dass wir alle relevanten Daten vom angelegten Sterbefall komplett in jede einzelne Trauerdrucksache übernehmen können. Da greift ein Rädchen ins andere. Früher mussten wir immer auf die einfach gestalteten Anzeigen der Zeitung warten oder für besondere Anzeigenwünsche eine Grafikagentur beauftragen. Jetzt können wir die Gestaltung direkt selbst übernehmen und sind nicht mehr auf Dritte angewiesen. Da hat sich unser komplettes Softwarepaket schon mit einer Anzeige bezahlt gemacht.

Auch ist das Gedenkportal im MAX Softwarepaket von Rapid ein Mega-Pluspunkt für uns. Wir richten es bei jedem Sterbefall ein und erhalten dadurch mehr Kontakte und Website-Besuche. Die Leute sind neugierig bzw. interessiert und informieren sich regelmäßig gerne über unser Gedenkportal. Dadurch haben wir ständig Traffic auf unserer Website.

Für uns steht fest: Wer MAX nicht hat, ist schon jetzt der Zeit hinterher. Ohne das Gedenkportal ist man als Bestattungshaus nicht wirklich sichtbar.

Möchten Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen noch etwas mitgeben?

Michaela Harter: Wir Bestatterinnen und Bestatter tragen gemeinsam die Verantwortung, die Öffentlichkeit zum Thema Sterben zu sensibilisieren und als aufmerksamer Begleiter zu einem schönen Abschied zu führen. Setzt euch mit uns dafür ein, den Tod wieder näher in den Blickpunkt der Gesellschaft zu rücken und zu zeigen, dass er ganz normal ist und einfach zum Leben dazu gehört.

Ob Software-Lösungen oder die Ausrichtung einer individuellen Trauerfeier – seid offen für Neues. Ihr werdet sehen, das lohnt sich für euch und eure Kunden.

Trauer braucht Persönlichkeit!

Vielen Dank für diese spannenden Einblicke, liebe Familie Harter!

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