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5 Fragen an Stephan Schnabel, Bestattungen Schnabel

Seit 2014 führt Stephan Schnabel das Bestattungshaus Schnabel in 5. Generation. Zu dem Unternehmen gehören ein Stammhaus und eine Filiale im nordrhein-westfälischen Iserlohn. Im Juni 2021 übernahm er zudem das Bestattungshaus Bühner im benachbarten Hemer, ebenfalls ein Traditionsunternehmen. Also viel Arbeit, viel Verantwortung und vieles zu regeln. Wir haben Stephan Schnabel gefragt, wie er diese Herausforderungen angeht, was für ihn die ersten Schritte bei der Übernahme waren und was es für ihn überhaupt bedeutet, eine über 100-jährige Familientradition fortzuführen. Freuen Sie sich auf interessante Einblicke in die Bestatter- und Unternehmerdenke eines Kollegen und auf wertvolle Tipps aus der Praxis für die Praxis.

War es eigentlich von Anfang an klar, dass Sie einmal in die Fußstapfen Ihrer Eltern treten, Herr Schnabel?

S. S. Im Prinzip wurde es mir in die Wiege gelegt. Unser Bestattungshaus hat sich ganz klassisch aus einer Tischlerei entwickelt. Meine Eltern konzentrierten sich mehr und mehr auf Bestattungen bis wir Tischlerei und Bestattungshaus schließlich in zwei Unternehmen aufteilten. Ich lernte zuerst Tischler, habe aber immer im Bestattungshaus mitgearbeitet und entschied mich schließlich ganz für den Beruf des Bestatters. Menschen in schwierigen Situationen zur Seite zu stehen ist einfach eine sehr sinnstiftende Arbeit.

Wie fühlt es sich denn an, ein Unternehmen in 5. Generation zu führen?

S. S. Das ist natürlich viel Verantwortung – meiner Familie, meinen Mitarbeitern und mir selbst gegenüber. Unsere Tischlerei wurde 1888 von meinem Ur-Ur-Großvater gegründet, der 1907 mit einem Sargmagazin den Grundstein für unser Bestattungshaus legte. Auch die folgenden Generationen unserer Familie machten wichtige unternehmerische Schritte und hinterließen damit große Fußstapfen. Und Zeiten, in denen die sogenannten Online-Bestatter die Branche umkrempeln wollen, machen es für Familienunternehmen auch nicht unbedingt leichter.

Wie werden Sie dieser Verantwortung gerecht?

S. S. Ich ruhe mich nicht auf dem aus, was meine Familie bisher erreicht hat. Schließlich dreht sich die Welt weiter, der Markt verändert sich, die Ansprüche der Kunden wachsen. Ich schaue über den Tellerrand hinaus, beobachte unsere Branche und versuche frühzeitig zu handeln, statt nur zu reagieren. Ein Meilenstein war für mich die Geschäftsübernahme von Bühner. Als die damalige Inhaberin Frau Gräber in Rente gehen wollte, fragte sie mich, ob ich das Haus in ihrem Sinne weiterführen würde. Sie wollte es in guten Händen wissen. Ich musste nicht lange überlegen, wir vertreten die gleichen Werte und man kennt uns in der Region.

So ein Wachstum gehört einfach zu einem zukunftsfähigem Bestattungshaus dazu. Genau wie Organisation, Struktur und bestmöglicher Kundenservice. Mit der PowerOrdo Auftragsbearbeitung von Rapid habe ich schon seit einigen Jahren die Abwicklung aller Sterbefälle optimal unter Kontrolle. Das gibt mir Sicherheit. Ich habe mich auch für das Upgrade auf das MAX Paket entschieden, um meine Kunden mit erstklassigen Online-Services in meinem eigenen Kunden-Center zusätzlich digital zu begleiten, sie zu entlasten und die Erinnerung an die verstorbene Person zu bewahren. Meine Kunden sind begeistert und meinen Betrieb hat das richtig vorangebracht. Durch Digitalisierungsmaßnahmen wie den Abmelde-Assistenten, die Fotobuch-Software, die Trauerdruck-Abstimmung und vieles mehr konnte ich mich zeitlich und gedanklich freischaufeln. Das ist ja oft die Krux in unserem Beruf – wir sind intensiv für die Trauernden da, müssen uns aber gleichzeitig um unsere unternehmerischen Aufgaben kümmern. Jetzt kriege ich alles noch besser unter einen Hut und genieße das gute Gefühl, einfach sehr gut aufgestellt zu sein.

Was waren Ihre ersten Schritte nach der Übernahme vom Bestattungshaus Bühner?

S. S. Bühner nutzte ebenfalls die PowerOrdo Auftragsbearbeitung. Das war natürlich top! Aber einiges lief in der Kundenbetreuung noch wie früher – viel Papierkram und jede Menge Postverkehr. Das ist heutzutage wirklich nicht mehr nötig, belastet bloß die Umwelt und kostet mich und meine Mitarbeiter einfach nur Zeit und Nerven. Darum habe ich sofort bei Rapid angerufen und das MAX Upgrade auch für das Haus Bühner bestellt.

Was macht für Sie einen guten Dienstleister aus?

S. S. Es ist eigentlich ganz einfach: Man muss seine Arbeit gut machen und sein Handwerk verstehen. Ein guter Dienstleister ist erreichbar, bietet schnelle Hilfe, kümmert sich. Serviceleistungen sind nur „etwas obendrauf“ und nur so gut, wie die Menschen, die dahinter stehen. Das gilt für Bestatterinnen und Bestatter ebenso wie für alle anderen Dienstleister. Mit diesem Anspruch wähle ich auch meine Geschäftspartner aus und damit fahre ich gut.

Haben Sie noch ein paar Tipps, die Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen mit auf den Weg geben möchten?

S. S. Ich kann nur empfehlen, den Angehörigen so aufgeschlossen zu begegnen, als wären es die eigenen Verwandten. Da öffnen sich die Menschen. Auch die eigene Zufriedenheit ist entscheidend. Wenn ich alles gut geplant und ordentlich umgesetzt habe, zufrieden mit mir und meiner Arbeit bin, dann sind es auch meine Kunden. Außerdem habe ich immer wieder festgestellt, wie wichtig es ist, zu handeln und nicht zu lange mit Entscheidungen zu warten. Wie etwa die Entscheidung für die Digitalisierung meiner Bestattungshäuser. Die fiel mir tatsächlich leicht, denn ich bin das Ganze nicht als Einzelkämpfer sondern mit Rapid als zuverlässigen Partner  angegangen. Und auf so einen Partner kommt es an. Für mich ist die Rechnung am Ende ganz einfach: Meine Kunden bekommen besseren Service und mein Betrieb macht zusätzlichen Gewinn. Herr Schnabel, vielen Dank für diese spannenden Einblicke und weiterhin viel Erfolg!

www.bestattungen-schnabel.de | www.bestattungshaus-buehner.de

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